„Eine Frau wagt Meer“ – Unter Segeln um die Welt
Teilnehmer können Mitglieder vom YCN und deren Lebenspartner/Kinder. Die Teilnahem ist wieder kostenlos. Jedoch ist eine Anmeldung notwendig, da nur maximal 60 Plätze zur Verfügung steht.
Fast fünf Jahre war Mareike Guhr mit dem Katamaran „La Medianoche“ unterwegs. 45.000 Seemeilen, 37 Länder und 143 Inseln – kurz, eine Runde um den Globus liegt in ihrem Kielwasser. In einem spannenden Vortrag berichtet sie von ihren Erlebnissen auf See, exotischen Ankerplätzen und Begegnungen mit Einwohnern am anderen Ende der Welt.
Mareike Guhr ist eine der wenigen Frauen, die eigenverantwortlich die Welt umsegelt haben. Gefragt nach Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, als weibliche Skipperin unterwegs zu sein, antwortet sie: Im Gegenteil! Ich bin überall mit offenen Armen, oft auch mit Erstaunen empfangen worden und hatte das Gefühl, dass sich die Leute ganz besonders bemüht haben mir, zu helfen. Mir wurde viel Neugier entgegengebracht, denn Skipperinnen sind noch immer extrem selten und auf Blauwasser-Yachten kaum zu finden. Ich glaube das hat mir viele Türen geöffnet“, meint sie. Dabei hat sie vielen Mitseglern die Möglichkeit geboten ein Teilstück ihrer grossen Reise mitzuerleben und bei der Erkundung der exotischen Ziele dabei zu sein. Insgesamt waren auf der Reise 140 Mitsegler bei ihr an Bord. Dadurch wurde die Logistik dieser Weltumsegelung zur ganz besonderen Herausforderung. „Darauf bin ich tatsächlich ein bisschen stolz! Immer rechtzeitig das nächste Etappenziel zu erreichen, so dass keiner seinen Flug verpasst oder vor Reiseantritt auf mich warten muss“, erklärt die Seglerin.
Zu den schönsten Momenten ihres langen Törns gehört das Ankommen auf den Marquesas – als sie nach 18 Tagen auf See endlich die Südsee erreicht – oder das einlaufen in den beeindruckenden Sydney Harbour. Doch erinnert sie sich auch an schlimme Augenblicke, wie beispielsweise einen heftigen Sturm vor Anker in dem kleinen Atoll Cocos Keeling oder die Nacht in Fakarava im Südsee-Archipel der Tuamotus, in der ein holländisches Schiff keine 300 Meter von ihr entfernt auf einem Riff zerschellte. „In solchen Momenten wird einem wieder ganz klar, wie schnell so eine Reise zu Ende sein kann, wenn etwas schief läuft“, berichtet Mareike Guhr.
Im November 2016 erhielt die Hamburgerin den Trans-Ocean Preis für ihre Leistung. „Mareike Guhr hat mit ihrer außergewöhnlichen Reise gezeigt, wie Träume zu erfüllen sind, auch wenn sie anfangs unerreichbar scheinen“, lobte TO-Vorsitzender Martin Birkhoff in Namen der Jury. Dabei habe die Preisträgerin einen unkonventionellen Weg entdeckt, ein solches Segelabenteuer „zu stemmen“, denn sie sei nicht auf eigenem Kiel unterwegs gewesen, sondern habe sich den Katamaran für diese einzigartige Reise ausgeliehen. Für die Preisträgerin selbst waren aber nicht allein die Traumreviere rund um den Globus wichtig. Ihr kam es immer auch auf den Kontakt zu den Einheimischen an, mit denen sie unvergessliche Erlebnisse teilt. Mehr noch, auch direkte, unbürokratische Unterstützung leistete Mareike Guhr durch den Transport von Hilfsgütern. Das von einem Hurrikan und von einem Erdbeben betroffene Haiti liegt ihr dabei besonders am Herzen. „Ich unterstütze dort auf der kleinen vorgelagerten Insel Ile a Vache ein Waisenhaus, sammle permanent Spenden und wann immer ich dort vorbei komme, lade ich vorher das Schiff voll und bringe die Hilfsgüter zu den Kindern“, erklärt sie.
Und sie ist absolute Verfechterin des Losfahren – und rät allen, es auch zu tun. „Wagt es, zieht los erkundet die Karibik – Fahrt durch den Panama-Kanal. Der Pazifik ist der grösste und schönste Ozean der Welt!“ ermuntert sie interessierte Blauwassersegler, Aussteiger und alle, die es werden wollen.
Mareike Guhr erzählt in ihren Vorträgen von ihrem Zuhause, dem Katamaran “La Medianoche“ und vielen, immer neuen Mitseglern. Die Seglerin berichtet aber auch davon, wie schwierig es war das Projekt zu organisieren, von persönlichen Rückschlägen, gefährlichen Situationen, aber auch tollen Erfahrungen, besonderen Begegnungen und magischen Momenten auf See.
Ihr Buch zum Vortrag: „Blau Türkis Grün“, erschienen im Delius Klasing Verlag, bringt Mareike Guhr zum Vortrag mit und kann bei Bedarf signieren.
Weitere Informationen: unter www.magsail.de
Anmeldung:
Anmelden können sich Mitglieder vom YCN mit Angabe der Anzahl der teilnehmenden Personen per Mail an: vorstand@yacht-club-norden.de
Bitte beachten: Bei der Veranstaltung werden Fotos gemacht und ggf. veröffentlicht. Bitte kurz vor Veranstaltungsbeginn beim Veranstaltungsleiter melden, wenn das nicht gewünscht sein sollte.
